BNK Consulting

Über mich

Ich baue die Programme, die mir selbst gefehlt haben

Hinter BNK Consulting steht kein Softwarehaus, sondern ein Elektrotechniker-Meister, der nie aufgehört hat zu programmieren.

Martin Bonk, Gründer von BNK Consulting

Martin Bonk

Elektrotechniker-Meister · Betriebswirt (HWK)

Angefangen hat alles mit einer Schulwebseite

Mit dreizehn habe ich an meiner Schule federführend die erste Webseite mitgebaut – erst mit Netscape Composer und FrontPage Express, später mit Dreamweaver. Danach stand für mich fest, was ich werden wollte: Fachinformatiker.

Ich habe mich beworben. Genommen wurden Gymnasiasten. Als Werkrealschüler war ich außen vor – nicht wegen dem, was ich konnte, sondern wegen dem Bildungsweg.

Also Elektrotechnik – und trotzdem weiter programmiert

Ich habe die Ausbildung zum Elektroinstallateur für Energie- und Gebäudetechnik gemacht. Das Programmieren blieb, nur eben abends.

Die Schulrechner, damals noch Windows NT, setzten sich bei jedem Neustart selbst zurück. Genau das hat mich interessiert: Wie ist so ein System abgesichert, wo liegen seine Grenzen, was passiert, wenn man dagegen drückt? Über Benutzerrechte, Sitzungen und Zugriffsschutz habe ich in diesen Jahren mehr gelernt als in jedem Kurs danach – und wenn ich heute ein Rollen- und Rechtemodell baue, denke ich zuerst darüber nach, wie jemand daran vorbeikäme, und erst danach über die Oberfläche.

Später kam Visual Basic dazu, gelernt am offenen Problem statt im Kurs: Ich wollte ein Skript, das die Anmeldungen mehrerer Nutzer über mehrere Server hinweg zusammenführt – von einer Stelle aus lesen und schreiben, die Daten redundant auf mehreren Rechnern. Ich habe so lange gebaut, bis es lief.

Vorbild war damals derBauer, der als deutscher Webdesigner neue Maßstäbe setzte: Seiten mit Video und Ton, wie man sie sonst nirgends sah. Vieles davon habe ich einfach nachzubauen versucht. Das war meine Ausbildung.

Im Bekanntenkreis sprach sich das herum. Ich habe Webseiten für Handwerksbetriebe und Bauträger gebaut und mir damit nebenher etwas verdient. Später kam ein Vergleichsportal dazu, das über Jahre von selbst lief, und die ersten Android-Apps.

Software für den betrieblichen Alltag

Aus einzelnen Skripten wurden mit der Zeit ganze Anwendungen. Für einen Betrieb aus der Personalvermittlung, dem ich seit Jahren verbunden bin, habe ich gebaut, was im Alltag gefehlt hat: Werkzeuge fürs Marketing, eine Mitarbeiterablage, die sich selbst sortiert, die Abrechnung von Gehältern und Spesen und eine Einsatzplanung.

Dazu die Bewerbererfassung – am Ende lief der gesamte Bewerbungsprozess automatisiert über meine Programme –, Serienbriefe und automatischer Mailversand, eine Vertrags- und Fristenverwaltung, Dokumentenvorlagen und die Auswertungen, die zeigen, ob das Ganze trägt.

Am weitesten ging der automatisierte Rechnungsversand. Abgerechnet wird nicht nach Schema F, sondern nach Kriterien, die je Kunde vorher festgelegt sind: gebuchte Arbeitszeiten, gesondert erfasste Spesen. Das Programm stellt die Rechnung daraus zusammen und verschickt sie – ohne dass jemand eine Vorlage öffnet.

Nichts davon war als Produkt geplant. Es entstand jedes Mal, weil ein Ablauf zu viel Zeit gekostet hat – und weil ich wusste, dass sich das lösen lässt.

Elektrotechnik und Planung

2011 die Meisterprüfung im Elektrotechniker-Handwerk, 2014 der Betriebswirt der Handwerkskammer Heilbronn. Dazwischen und danach der elterliche Betrieb: Elektroinstallation in Wohngebäuden bis zu hundert Wohneinheiten, Planung, Inbetriebnahmen, Messprotokolle.

Seit 2022 plane und leite ich selbstständig Projekte in der Energie- und Gebäudetechnik mit DDS-CAD über alle HOAI-Leistungsphasen. Eines der spannendsten Projekte war ein Hotel in Berlin mit rund 3,5 Millionen Euro Auftragsvolumen für die elektrische Anlage.

Dazu gehört inzwischen auch, was der Kunde am Ende in der Hand hält: die Bedienoberfläche seiner Anlage. Für Smart-Home- und KNX-Installationen richte ich die Visualisierung ein und passe sie an – Ausrichtung und Aufteilung der Kacheln, deutsche Beschriftungen, die Verknüpfung mit den tatsächlich verbauten Aktoren für Licht, Rollladen und Szenen.

Das ist keine eigene Software, sondern die letzte Meile: Eine Anlage ist erst dann fertig, wenn man sie ohne Anleitung bedienen kann.

Betriebstechnik hat vieles verändert

Als Elektrotechniker-Meister war ich für die Instandhaltung des Versorgungsnetzes eines großen regionalen Krankenhauses verantwortlich: Sicherheits- und Allgemeinstromversorgung, USV-Anlagen, Lichtrufanlagen und das IT-Netz – und zwar in beiden Bedeutungen: als Netzwerktechnik und als Netzform, wie sie in medizinisch genutzten Bereichen gefordert ist.

Dazu kamen spannende Umbau- und Erweiterungsprojekte, die ich geleitet und koordiniert habe.

Dort war Elektrotechnik nicht nur Technik, sondern Nachweis. Wer hatte wann welchen Schlüssel. Wann wurde die Anlage zuletzt geprüft und welche Mängel kamen dabei heraus. Welche Arbeiten waren noch offen. Wer hat die Abschaltung an der Brandmeldeanlage freigegeben, für wie lange, und wurde sie zurückgenommen. Solche Fragen kamen jeden Tag, und sie mussten in Minuten beantwortet sein.

Die Antworten waren fast immer vorhanden – nur verteilt auf Aktenordner, Listen, Netzlaufwerke und verschiedene Programme. Dort ist mir zum ersten Mal aufgefallen, wie viel Zeit in technischen Betrieben in der Verwaltung der eigenen Arbeit steckt.

Ich habe dort viel gesehen, was sich vereinfachen ließ. Und damit war die alte Liebe wieder da.

Aus praktischen Problemen wurden eigene Produkte

Der TagExplorer löst ein Problem, das fast jeder Betrieb kennt: Die Datei ist da, aber niemand findet sie zuverlässig wieder. Gewachsene Netzlaufwerke und Fotoarchive, in denen nichts mehr auffindbar war, obwohl alles vorhanden war.

Die MeisterApp und die WebMeisterApp gehen einen Schritt weiter. Sie verbinden technische und organisatorische Abläufe miteinander – von Anlagen, Prüfungen und Dokumenten über Projekte und Aufgaben bis zu Ausweisen, Schlüsseln und Protokollen.

Die Module sind keine Produktentscheidungen, sondern die Stellen, an denen es mir selbst gefehlt hat. Fast jede Funktion geht auf eine Situation zurück, die ich aus dem Arbeitsalltag kenne.

Deshalb beginnt die Entwicklung hier meistens nicht mit der Frage: „Welche Funktion könnten wir noch einbauen?“

Sondern mit einer viel einfacheren: „Warum machen wir das eigentlich noch so umständlich?“

Die Ausbildung zum Fachinformatiker habe ich nie bekommen. Die Programme gibt es trotzdem.

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